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Ratgeber

Reicht mein Google-Unternehmensprofil, um lokal gefunden zu werden?

Was deckt das Google-Unternehmensprofil ab – und wo endet es?

Das Google-Unternehmensprofil (früher Google My Business) verwaltet strukturierte Basisdaten: Name, Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Kategorie, Fotos und Bewertungen. Es beantwortet 'Wo?' und 'Wann geöffnet?', aber keine Fachfragen, Leistungsvergleiche oder Preisdetails – dafür fehlt ihm die inhaltliche Tiefe einer Website.

Google selbst beschreibt das Unternehmensprofil in der Hilfe-Dokumentation als Werkzeug, um in der Google-Suche und in Google Maps mit Kerninformationen sichtbar zu sein: Standort, Kontaktmöglichkeiten, Öffnungszeiten, Produktkategorien, Fotos und Rezensionen. Es ist ein Datensatz, kein Content-Format. Es kann keine Fachfrage erklären, keinen Prozess beschreiben und keinen Preis kontextualisieren – dafür ist das Feld-Schema schlicht nicht gebaut.

Wofür wurde das Profil ursprünglich gebaut?

Das Profil wurde für die 'Near me'-Suche und den letzten Klick vor dem Besuch entwickelt: Adresse, Anfahrt, Öffnungszeiten, Telefonnummer und Sternebewertung. Es beantwortet Entscheidungsfragen am Ende der Suche ('Wo ist der nächste Anbieter, hat er jetzt geöffnet?'), nicht die Fragen davor.

In unserem eigenen Test (Januar, dokumentiert mit Screenshots) haben wir dieselbe lokale Frage – sinngemäß 'Web-Agentur in der Nähe von Monheim/Köln' – parallel in Google Maps, Google Suche, ChatGPT und Perplexity gestellt.

Google Maps lieferte exakt das, wofür es gebaut ist: eine Liste von Profilen mit Distanz, Sternebewertung, Öffnungsstatus und Route-Button. Keine inhaltliche Differenzierung zwischen den Anbietern, keine Erklärung von Leistungen.

Das Profil ist damit ein hervorragendes Werkzeug für den letzten Schritt der Customer Journey – nicht für die Fragen davor, in denen sich jemand erst über Leistungen, Vorgehen oder Preisrahmen informiert.

Reicht mein Google-Unternehmensprofil, um lokal gefunden zu werden? Wo es aufhört

Nein – bei Leistungstiefe, Fachfragen, Vergleichen und Preisfragen versagt das Profil, weil sein Datenschema dafür keinen Platz bietet. Sobald jemand fragt 'Wie läuft eine Website-Erstellung ab?' oder 'Was kostet eine Firmenwebsite?', braucht es Fließtext, Struktur und Kontext – also eine Website.

Das Google-Unternehmensprofil hat Felder für Kategorie und eine kurze Beschreibung, aber keinen Raum für:

  • Leistungstiefe: Wie unterscheidet sich Ihr Vorgehen von anderen? Welche Schritte umfasst ein Projekt?
  • Fachfragen: Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO? Was bedeutet '100/100 Performance' konkret?
  • Vergleiche: Baukasten vs. individuelle Entwicklung – welche Vor- und Nachteile gibt es?
  • Preisfragen: Was kostet eine Website mit Performance-Optimierung, und wovon hängt der Preis ab?

Genau diese vier Fragetypen sind es, die Nutzer heute zunehmend nicht mehr in Google Maps, sondern in Konversations-Suchsystemen stellen. Ein Profil mit fünf Sternen beantwortet keine einzige davon.

Warum ziehen KI-Systeme andere Quellen als die Kartenansicht?

In unserem dokumentierten Test griffen ChatGPT und Perplexity bei denselben Fragen auf Website-Inhalte, Fachartikel und Verzeichnis-Einträge zurück, nicht auf Kartenansicht-Daten. Beide Systeme benötigen zusammenhängenden, erklärenden Text als Grundlage einer Antwort – ein reines Datenfeld wie 'Öffnungszeiten' liefert das nicht.

Bei derselben Testfrage lieferte ChatGPT eine Antwort mit Fließtext-Erklärung zu Leistungsumfang und Vorgehen, gestützt auf Formulierungen, die sich in Website-Absätzen wiederfanden. Perplexity zeigte zusätzlich Quellenlinks – überwiegend zu Unternehmens-Websites, Blogartikeln und Branchenverzeichnissen, nicht zum Google-Unternehmensprofil selbst.

Wir stellen hier ausschließlich fest, was wir in unserem eigenen Test am jeweiligen Datum beobachtet und per Screenshot dokumentiert haben. Wir treffen keine allgemeingültige Aussage darüber, welche Quellen die Modelle grundsätzlich oder in jedem Fall heranziehen – das kann sich ändern und variiert je nach Frage. Nachvollziehbar ist aber: Ein System, das eine zusammenhängende Antwort formulieren muss, braucht erklärenden Text als Trainings- und Abrufgrundlage. Ein isoliertes Datenfeld wie 'Mo–Fr 9–18 Uhr' liefert diesen Text nicht.

Welches Zusammenspiel aus Profil, Website und Drittquellen funktioniert?

Am robustesten sind Unternehmen, bei denen Name, Adresse, Telefonnummer und Leistungsbeschreibung auf dem Google-Profil, der eigenen Website und in Branchenverzeichnissen konsistent übereinstimmen. Die Website liefert dabei die inhaltliche Tiefe (Fachfragen, Vergleiche, Preisrahmen), das Profil die Kernangaben, Drittquellen die Bestätigung.

Aus unserer Arbeit mit über 500 betreuten Kreativdienstleister:innen und Mittelstandskunden zieht sich ein Muster: Sichtbarkeit entsteht nicht durch ein einzelnes Werkzeug, sondern durch die Übereinstimmung mehrerer Quellen.

Die drei Bausteine

Baustein Funktion Typische Lücke
Google-Unternehmensprofil Adresse, Öffnungszeiten, Bewertungen, Route Keine Fachtiefe, kein Kontext
Website mit strukturierten Inhalten Leistungsbeschreibung, FAQ, Preisrahmen, Vergleiche Fehlt oft ganz oder ist reine Broschüre
Nennungen auf Drittseiten (Verzeichnisse, Fachartikel) Bestätigung der Angaben, zusätzlicher Kontext Inkonsistente NAP-Daten (Name/Adresse/Telefon)

Genau hier setzt unser Ansatz bei faires.marketing an: Wir bauen keine Baukasten-Websites, sondern schlanken, maßgebauten Code mit strukturierten Daten (Schema.org) für Leistungen, Bewertungen und FAQs – so, dass sowohl klassische Suchmaschinen als auch KI-Systeme wie ChatGPT die Inhalte sauber auslesen können. Ergänzt um kompromisslose 100/100-Performance in den Core Web Vitals, weil eine langsame Seite selbst mit gutem Content schlechter crawlbar und lesbar ist.

Über unser 70/30-Prinzip bauen wir 70 % dieser Website vorab kostenlos und unverbindlich – Sie sehen Design, Struktur und GEO-Fundament, bevor Sie sich entscheiden. Erst sehen, dann zahlen.

Häufige Fragen

Ist ein Google-Unternehmensprofil kostenlos?
Ja, das Anlegen und Verwalten eines Google-Unternehmensprofils ist laut Google kostenlos. Es ersetzt aber keine eigene Website mit Fachinhalten.
Brauche ich neben dem Google-Profil noch eine eigene Website?
Ja, sobald potenzielle Kunden Fachfragen, Preisfragen oder Vergleiche recherchieren. Das Profil deckt nur Adresse, Öffnungszeiten und Bewertungen ab, nicht die inhaltliche Erklärung von Leistungen.
Zeigen ChatGPT und Perplexity das Google-Unternehmensprofil an?
In unserem eigenen dokumentierten Test griffen beide Systeme bei Fachfragen primär auf Website-Inhalte und Drittquellen zurück, nicht auf die Kartenansicht-Daten. Das ist eine Beobachtung aus einem konkreten Test, keine pauschale Aussage über alle Anfragen.
Was bedeutet GEO-Optimierung im Unterschied zu SEO?
SEO zielt auf Rankings in klassischen Suchergebnislisten, GEO (Generative Engine Optimization) auf Zitierfähigkeit und Nennung in KI-generierten Antworten, etwa bei ChatGPT oder Perplexity. Beides erfordert strukturierten, erklärenden Website-Content statt reiner Stichworte.
Was ist das 70/30-Prinzip von faires.marketing?
Bei diesem Kennenlernangebot werden 70 % der Website vorab kostenlos und unverbindlich gebaut. Erst bei Überzeugung wird die Beauftragung der restlichen 30 % vereinbart.

Quellen

  1. Google-Unternehmensprofil – Hilfe-Center (Google Business Profile Help)
  2. Google-Unternehmensprofil einrichten und verwalten

Über Gordon Wolfertz

Gründer, faires.marketing

Gordon Wolfertz ist Gründer von faires.marketing mit Sitz in Monheim am Rhein. Er entwickelt mit seinem Team Marketing- und Webstrategien an der Schnittstelle aus Design, Performance und GEO – mit besonderem Fokus auf B2B- und Industrieunternehmen und rund 14 Jahren Design- und Marketing-Erfahrung.