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Anleitung

KI-Sichtbarkeit prüfen: So testen Sie in 10 Minuten kostenlos, ob ChatGPT & Co. Ihr Unternehmen kennen

Wie teste ich in 10 Minuten, ob mein Unternehmen in KI-Antworten vorkommt?

Öffnen Sie ChatGPT, Perplexity und die Google-Suche mit AI Overview und stellen Sie 5-8 Fragen, die potenzielle Kunden zu Ihrer Branche und Region stellen würden, z. B. "Bester [Leistung]-Anbieter in [Stadt]". Notieren Sie, ob Ihr Firmenname, Ihre Website oder Ihr Angebot in den Antworten oder Quellenangaben genannt wird. Wiederholen Sie das mit 2-3 Varianten pro Tool, um Zufallstreffer auszuschließen.

Der schnellste Test kostet nichts außer Zeit. Öffnen Sie drei Tabs: ChatGPT (mit Websuche/Browsing aktiviert), Perplexity.ai und Google mit aktivierter AI-Overview-Funktion. Formulieren Sie Fragen so, wie es Ihre Kunden tun würden — nicht wie Sie selbst über Ihr Unternehmen sprechen würden.

Beispiele für Fragetypen:

  • "Wer bietet [Ihre Leistung] in [Ihrer Stadt/Region] an?"
  • "Was kostet [Ihre Leistung] und worauf muss ich achten?"
  • "Empfehlung für [Ihre Branche] in der Nähe von [Ort]"
  • "Wie funktioniert [Ihr Kernangebot/Prozess]?"

Wichtig: Stellen Sie jede Frage in 2-3 Varianten, da KI-Antworten nicht deterministisch sind — bei einer Frage erscheinen Sie vielleicht, bei der nächsten nicht. Erst ein wiederholtes Nicht-Erscheinen über mehrere Varianten hinweg ist ein verlässliches Signal für eine echte Sichtbarkeitslücke.

Welche 12 Checkpunkte zeigen, ob eine Website KI-tauglich ist?

Die zwölf zentralen Prüfpunkte sind: Website-Struktur/Klartext, Schema.org-Markup, llms.txt, FAQ-Bereiche, Ladezeit/Core Web Vitals, HTTPS & Crawlbarkeit, Google Business Profil, Bewertungsportale, Backlinks von Fachseiten, konsistente NAP-Daten (Name/Adresse/Telefon), aktuelle Inhalte und Erwähnungen auf Drittseiten wie Verzeichnissen oder Presse.

Diese Checkliste orientiert sich an dem, was generative KI-Systeme tatsächlich verarbeiten können: klar strukturierten, maschinenlesbaren Text statt reiner Bild- oder Flash-Optik.

  1. Klartext-Struktur – Inhalte als echter HTML-Text, nicht als Bild oder in JavaScript versteckt
  2. Schema.org-Markup – strukturierte Daten für LocalBusiness, Service, FAQPage, Review
  3. llms.txt – eine für KI-Crawler optimierte Zusammenfassungsdatei im Root-Verzeichnis
  4. FAQ-Bereiche – Frage-Antwort-Formate, die KI direkt übernehmen kann
  5. Core Web Vitals / Performance – schnelle Ladezeiten als Crawl- und Qualitätssignal
  6. HTTPS & Crawlbarkeit – kein Blockieren von KI-Bots in robots.txt
  7. Google Business Profil – vollständig gepflegt mit Kategorie, Öffnungszeiten, Fotos
  8. Bewertungsportale – Einträge auf Google, Trustpilot & Branchenportalen
  9. Backlinks von Fachseiten – Erwähnungen auf thematisch passenden Websites
  10. Konsistente NAP-Daten – Name, Adresse, Telefonnummer überall identisch
  11. Aktualität der Inhalte – Datum, aktuelle Zahlen, keine veralteten Angaben
  12. Drittseiten-Erwähnungen – Verzeichnisse, Presseartikel, Branchenverbände, Interviews

Jeder einzelne Punkt ist für sich genommen ein Signal – erst die Kombination entscheidet, ob eine KI ein Unternehmen als vertrauenswürdige, zitierfähige Quelle einstuft.

Wie prüfe ich jeden einzelnen Checkpunkt konkret selbst?

Nutzen Sie kostenlose Bordmittel: "Quelltext anzeigen" für Klartext, den Google Rich Results Test für Schema.org, den Aufruf von ihredomain.de/llms.txt für die KI-Datei, PageSpeed Insights für Performance und eine einfache Google-Suche mit "site:" bzw. dem Firmennamen für Drittseiten-Erwähnungen und NAP-Konsistenz.

1. Klartext-Struktur prüfen

Rechtsklick auf Ihrer Startseite → "Seitenquelltext anzeigen". Suchen Sie Ihre wichtigsten Sätze im Code. Finden Sie sie nicht als Text (sondern nur als Bild oder Skript-Referenz), kann eine KI sie nicht lesen.

2. Schema.org-Markup testen

Google Rich Results Test (search.google.com/test/rich-results) mit Ihrer URL aufrufen. Für lokale Unternehmen relevant laut Schema.org: LocalBusiness, Service, FAQPage, Review, AggregateRating. Fehlanzeige bedeutet: KI-Systeme müssen den Kontext selbst raten statt ihn strukturiert zu bekommen.

3. llms.txt prüfen

Geben Sie ihredomain.de/llms.txt in den Browser ein. Laut der offenen Spezifikation auf llmstxt.org ist das eine Markdown-Datei im Root-Verzeichnis, die KI-Systemen eine kuratierte Zusammenfassung von Angebot, Leistungen und wichtigen Unterseiten liefert. Kommt eine 404-Fehlermeldung, fehlt dieser Baustein komplett – die meisten Websites in Deutschland haben ihn aktuell noch nicht.

4. FAQ-Bereiche checken

Gibt es auf der Website Fragen in Frage-Form als Überschrift, gefolgt von einer direkten Antwort in 2-4 Sätzen? Genau dieses Muster zitieren generative KIs bevorzugt, weil es sich nahtlos in eine Antwort einfügen lässt.

5. Performance messen

PageSpeed Insights (pagespeed.web.dev) mit Ihrer URL testen. Werte unter 50 (mobil) sind ein klares Warnsignal – langsame Seiten werden von Crawlern seltener vollständig erfasst.

6. Crawlbarkeit kontrollieren

ihredomain.de/robots.txt aufrufen und prüfen, ob GPTBot, PerplexityBot oder Google-Extended explizit blockiert sind.

7-8. Google Business Profil & Bewertungen

Profil in der Google-Suche nach dem eigenen Firmennamen aufrufen: Sind Kategorie, Adresse, Öffnungszeiten und Fotos vollständig? Wie viele Bewertungen liegen vor, und sind es mehr als 10-15, was als Mindestschwelle für Vertrauenssignale gilt?

9-10. Backlinks & NAP-Konsistenz

Google-Suche nach "Firmenname" "Stadt" – erscheinen Verzeichniseinträge, Presseartikel oder Verbandsseiten? Stimmen dort Name, Adresse und Telefonnummer exakt mit der eigenen Website überein?

11-12. Aktualität & Drittseiten

Steht auf der Website ein aktuelles Jahr, aktuelle Preise oder Leistungen? Und: Wird das Unternehmen auf mindestens einer unabhängigen Seite (Verzeichnis, Verband, Presse) erwähnt?

Was tun, wenn der Test Lücken aufdeckt?

Priorisieren Sie zuerst die Punkte mit dem größten Hebel: strukturierte Daten (Schema.org), eine llms.txt-Datei und FAQ-Inhalte in Frage-Antwort-Form lassen sich meist ohne kompletten Website-Relaunch nachrüsten. Bei tieferliegenden Problemen wie schwacher Performance oder fehlender Grundstruktur lohnt sich eine technische Bestandsaufnahme durch Fachleute.

Nicht jede Lücke wiegt gleich schwer. Fehlt nur die llms.txt oder ein FAQ-Schema, ist das oft in wenigen Stunden nachgerüstet. Liegt das Problem tiefer – etwa eine auf einem Baukasten-System aufgebaute Seite ohne sauberen Quelltext, schwache Ladezeiten oder eine Struktur, die weder Google noch eine KI sinnvoll erfassen kann – reicht Nachbessern oft nicht mehr aus.

Genau an diesem Punkt setzt faires.marketing an: Design trifft Performance – mit dem Anspruch, Websites so zu bauen, dass sie gleichzeitig hochwertig aussehen, technisch bei 100/100 in den Core Web Vitals liegen und für GEO, also die Sichtbarkeit in ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews, von Grund auf strukturiert sind. Kein Baukasten, sondern schlanker, maßgebauter Code mit sauber eingebundenem Schema.org-Markup für Leistungen, Bewertungen und FAQs.

Wer nach dem Selbsttest unsicher ist, wo genau der Hebel anzusetzen ist, kann das unverbindlich und kostenlos im Erstgespräch bei faires.marketing klären lassen – nach dem 70/30-Prinzip wird dabei sogar ein Großteil der neuen Website vorab unverbindlich gebaut, bevor überhaupt eine Beauftragung ansteht. Erst sehen, dann zahlen.

Häufige Fragen

Reicht ein einmaliger Test aus, um die KI-Sichtbarkeit zu beurteilen?
Nein. Da generative KI-Antworten variieren, sollten Sie jede Frage in 2-3 Varianten und über mehrere Tools hinweg (ChatGPT, Perplexity, Google AI Overview) testen, bevor Sie eine Lücke als bestätigt betrachten.
Was ist eine llms.txt-Datei?
Eine llms.txt ist laut der offenen Spezifikation auf llmstxt.org eine Markdown-Datei im Root-Verzeichnis einer Website, die KI-Systemen eine kuratierte, komprimierte Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte und Unterseiten liefert.
Welche Schema.org-Typen sind für lokale Unternehmen am wichtigsten?
Für lokale und Business-Seiten sind laut Schema.org vor allem LocalBusiness, Service, FAQPage, Review und AggregateRating relevant, da sie Ort, Leistung, häufige Fragen und Kundenbewertungen strukturiert auszeichnen.
Kann ich den Test wirklich komplett kostenlos durchführen?
Ja. ChatGPT, Perplexity und Google AI Overview sind in der Basisnutzung kostenlos, ebenso Tools wie der Google Rich Results Test und PageSpeed Insights – für den kompletten 12-Punkte-Check fallen keine Kosten an.
Was mache ich, wenn mein Unternehmen in keiner der KI-Antworten auftaucht?
Beginnen Sie mit den Punkten mit dem größten Hebel: strukturierte Daten (Schema.org) ergänzen, eine llms.txt anlegen und Inhalte in klare Frage-Antwort-Form bringen. Bei tieferliegenden strukturellen oder Performance-Problemen kann eine fachliche Bestandsaufnahme sinnvoll sein.

Quellen

  1. llms.txt – The /llms.txt file
  2. Schema.org – LocalBusiness
  3. Google Search Central – Understanding structured data
  4. Google PageSpeed Insights

Über Gordon Wolfertz

Gründer, faires.marketing

Gordon Wolfertz ist Gründer von faires.marketing mit Sitz in Monheim am Rhein. Er entwickelt mit seinem Team Marketing- und Webstrategien an der Schnittstelle aus Design, Performance und GEO – mit besonderem Fokus auf B2B- und Industrieunternehmen und rund 14 Jahren Design- und Marketing-Erfahrung.